Räume digital erlebbar machen

Wer sich heute über ein Unternehmen informiert, möchte häufig mehr sehen als ein Logo, ein paar Außenaufnahmen und eine kurze Beschreibung. Gerade bei Firmen mit eigenen Geschäftsräumen, Showrooms, Werkstätten, Praxen oder größeren Betriebsflächen entsteht schnell die Frage: Wie sieht es dort eigentlich aus?

Ein 360 Grad Rundgang 360 Grad Rundgang gibt darauf eine sehr direkte Antwort. Interessenten können sich virtuell durch die Räumlichkeiten bewegen, einzelne Bereiche genauer betrachten und einen ersten Eindruck von Atmosphäre, Ausstattung und Größe gewinnen. Der Besuch findet dabei nicht vor Ort statt, sondern am Computer, Tablet oder Smartphone.

Für Unternehmen ist das mehr als eine technische Spielerei. Ein professionell erstellter Rundgang kann dabei helfen, Vertrauen aufzubauen, die eigene Internetpräsenz aufzuwerten und potenziellen Kunden einen authentischen Einblick in den Betrieb zu geben.

Was ist ein 360 Grad Rundgang?

Bei einem 360 Grad Rundgang werden Räume mit speziellen Kameras fotografiert. Dabei entstehen Panoramabilder, die sämtliche Bereiche rund um den Aufnahmestandpunkt erfassen. Mehrere solcher Aufnahmen lassen sich anschließend miteinander verbinden.

Der Besucher kann sich dadurch von einem Punkt zum nächsten bewegen. Je nach Umsetzung lassen sich zusätzlich Informationen, Bilder, Videos, Links oder Kontaktmöglichkeiten integrieren. Aus einzelnen Panoramafotos entsteht so ein digitaler Rundgang, der wesentlich mehr vermittelt als ein gewöhnliches Foto.

Das Prinzip erinnert an Google Street View. Allerdings muss ein virtueller Rundgang nicht auf Google beschränkt bleiben. Unternehmen können eine individuell gestaltete Tour beispielsweise direkt auf der eigenen Website einbinden. Auch eine Veröffentlichung beziehungsweise Verknüpfung mit Google Maps ist möglich. Google beschreibt selbst die Möglichkeit, Unternehmen mithilfe interaktiver 360-Grad-Bilder virtuell erlebbar zu machen.

Warum lohnt sich ein virtueller Rundgang für Unternehmen?

Ein Foto zeigt immer nur einen Ausschnitt. Wer beispielsweise ein Restaurant fotografiert, kann einen schön gedeckten Tisch oder den Eingangsbereich in Szene setzen. Wie der restliche Raum aussieht, bleibt dem Betrachter dagegen verborgen.

Ein Rundgang vermittelt einen deutlich umfassenderen Eindruck. Der Besucher kann sich selbst umsehen und bekommt dadurch ein wesentlich besseres Gefühl für die Räumlichkeiten.

Das kann besonders dann interessant sein, wenn die Umgebung eines Unternehmens Teil des Angebots ist. Ein Hotel möchte seine Zimmer und Aufenthaltsbereiche zeigen. Ein Fitnessstudio kann Trainingsflächen und Geräte präsentieren. Eine Arztpraxis kann einen Einblick in Empfang und Wartebereich geben. Ein Autohaus wiederum hat die Möglichkeit, seinen Showroom oder die Werkstatt zu präsentieren.

Auch im B2B-Bereich kann diese Form der Darstellung sinnvoll sein. Ein Unternehmen, das Maschinen produziert, technische Anlagen installiert oder individuelle Lösungen entwickelt, kann mit einem Rundgang beispielsweise Produktionsbereiche, Ausstellungsflächen oder Schulungsräume zeigen. Gerade dort, wo Kunden nicht einfach spontan vorbeikommen, schafft ein virtueller Besuch eine zusätzliche Möglichkeit, das Unternehmen kennenzulernen.

Der erste Eindruck entsteht häufig online

Noch bevor ein Interessent ein Unternehmen persönlich besucht, findet oft bereits eine Recherche im Internet statt. Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen und Bilder werden geprüft. Google Maps spielt dabei für viele Nutzer eine wichtige Rolle.

Ein virtueller Rundgang setzt genau an diesem Punkt an. Statt lediglich einige Fotos anzusehen, können Interessenten das Unternehmen unmittelbar erkunden. Bei Google lassen sich entsprechende 360-Grad-Aufnahmen mit dem Unternehmensauftritt beziehungsweise der Darstellung in Google Maps verbinden.

Das verändert auch die Art, wie ein Unternehmen wahrgenommen wird. Ein Betrieb, der seine Räumlichkeiten offen zeigt, vermittelt Transparenz. Der Interessent muss sich weniger vorstellen und kann sich selbst ein Bild machen.

Natürlich ersetzt ein Rundgang keine persönliche Beratung und auch keinen echten Besuch. Er kann jedoch die Entscheidung für einen Besuch erleichtern.

Welche Unternehmen profitieren besonders?

Grundsätzlich eignet sich ein 360 Grad Rundgang für nahezu jedes Unternehmen, bei dem Räumlichkeiten eine Rolle spielen. Besonders naheliegend ist der Einsatz bei Hotels, Restaurants, Cafés, Fitnessstudios, Arztpraxen, Kanzleien, Geschäften und Showrooms.

Auch Bildungseinrichtungen können von einer virtuellen Besichtigung profitieren. Eine Schule, ein Ausbildungsbetrieb oder eine private Bildungseinrichtung kann zukünftigen Schülern und Eltern zeigen, was sie vor Ort erwartet.

Bei Unternehmen mit größeren Betriebsflächen ergeben sich weitere Möglichkeiten. Produktionshallen, Empfangsbereiche, Konferenzräume oder Ausstellungsflächen können miteinander verbunden werden. Wer sich für eine Zusammenarbeit interessiert, bekommt dadurch schon vor dem ersten Termin ein deutlich besseres Bild vom Unternehmen.

Interessant ist der Rundgang außerdem für Immobilienunternehmen und Vermieter. Statt nur einzelne Fotos einer Gewerbeimmobilie zu zeigen, lässt sich ein Objekt virtuell begehen. Potenzielle Mieter können sich bereits vor einer Besichtigung einen Eindruck von Raumaufteilung und Zustand verschaffen.

360 Grad Rundgang auf der eigenen Website

Ein großer Vorteil eines individuell erstellten Rundgangs liegt in der Einbindung auf der eigenen Website. Dort kann die Tour genau an der Stelle platziert werden, an der sie für den Besucher sinnvoll ist.

Ein Hotel könnte den Rundgang beispielsweise auf seiner Standortseite integrieren. Ein Hersteller kann ihn auf einer Unternehmensseite oder innerhalb eines Bereichs für Kunden und Geschäftspartner einsetzen. Für einen Showroom bietet sich eine Einbindung direkt neben den Informationen zu Produkten und Leistungen an.

Je nach eingesetzter Technik lassen sich außerdem sogenannte Hotspots integrieren. Der Besucher klickt auf einen bestimmten Punkt im Raum und erhält zusätzliche Informationen. Das können Produktdetails, Fotos, Videos oder weiterführende Links sein.

Damit wird aus einer reinen Raumansicht ein interaktives Kommunikationsinstrument.

Professionelle Aufnahmen machen den Unterschied

Die Qualität eines 360 Grad Rundgangs hängt wesentlich von der Aufnahme selbst ab. Räume wirken auf einem kleinen Bildschirm schnell anders als bei einer normalen Fotografie. Uneinheitliche Belichtung, sichtbare Stative, schlechte Übergänge zwischen einzelnen Bildern oder verzerrte Linien können den Gesamteindruck beeinträchtigen.

Professionelle 360-Grad-Fotografie berücksichtigt deshalb nicht nur die technische Aufnahme, sondern auch die Vorbereitung der Räume. Möbel, Dekoration, Beleuchtung und störende Gegenstände können das Ergebnis deutlich beeinflussen.

Auch der Zeitpunkt des Fototermins spielt eine Rolle. In einem laufenden Geschäftsbetrieb müssen beispielsweise Kunden oder Mitarbeiter berücksichtigt werden. Bei Produktionsunternehmen kann es sinnvoll sein, einen Termin zu wählen, an dem bestimmte Bereiche besonders aufgeräumt oder repräsentativ sind.

Ein guter Rundgang entsteht also nicht einfach dadurch, dass eine Kamera in die Mitte eines Raumes gestellt wird. Planung und sorgfältige Nachbearbeitung gehören ebenso dazu.

Google Maps oder eigener virtueller Rundgang?

Bei der Planung stellt sich häufig die Frage, ob der Rundgang für Google oder für die eigene Website produziert werden soll. Tatsächlich müssen diese Varianten nicht miteinander konkurrieren.

Ein Rundgang innerhalb von Google Maps kann dort ansetzen, wo potenzielle Kunden nach einem Unternehmen suchen. Die eigene Website bietet dagegen wesentlich mehr Möglichkeiten für Gestaltung, Branding und zusätzliche Informationen. Ein Vergleich der beiden Varianten zeigt deshalb: Google eignet sich besonders für die Auffindbarkeit, während ein individuell gestalteter Rundgang auf der eigenen Website mehr Kontrolle über Darstellung und Funktionen ermöglicht.

Für viele Unternehmen kann es daher sinnvoll sein, beide Wege miteinander zu verbinden. Die gleichen professionellen 360-Grad-Aufnahmen lassen sich je nach technischer Umsetzung für verschiedene Einsatzbereiche verwenden.

Ein digitaler Besuch, der im Gedächtnis bleibt

Ein guter 360 Grad Rundgang soll nicht einfach möglichst viele Bilder zeigen. Entscheidend ist, dass der Besucher einen echten Eindruck vom Unternehmen bekommt.

Dafür braucht es eine sinnvolle Route. Der Einstieg sollte verständlich sein und wichtige Bereiche sollten schnell erreichbar sein. Bei einem Hotel könnte der Rundgang beispielsweise vom Empfang zu den Aufenthaltsbereichen und anschließend zu ausgewählten Zimmern führen. Bei einem Unternehmen mit Showroom kann der Besucher vom Eingangsbereich direkt zu den wichtigsten Produktbereichen navigieren.

So entsteht ein digitaler Rundgang, der nicht nur Räume abbildet, sondern das Unternehmen selbst präsentiert.

Gerade deshalb lohnt es sich, vor der Produktion zu überlegen, was ein Interessent sehen soll und welche Bereiche für die Außendarstellung besonders wichtig sind. Nicht jeder Raum muss zwangsläufig Bestandteil der Tour sein. Entscheidend ist vielmehr ein stimmiges Gesamtbild.

Virtuelle Rundgänge als Teil moderner Unternehmenskommunikation

Ein 360 Grad Rundgang ersetzt keine gute Website, professionelle Fotos oder persönliche Gespräche. Er ergänzt diese Instrumente. Seine besondere Stärke liegt darin, dass er etwas sichtbar macht, das sich mit Text nur schwer beschreiben lässt: den tatsächlichen Raum.

Wer ein Unternehmen noch nicht kennt, kann sich damit bereits vor dem ersten persönlichen Kontakt orientieren. Kunden wissen eher, was sie erwartet, Bewerber können einen Eindruck vom Arbeitsplatz bekommen und Geschäftspartner erhalten einen Einblick in die Umgebung, in der sie künftig zu tun haben könnten.

Damit wird aus dem klassischen Unternehmensfoto ein interaktives Erlebnis. Der Besucher schaut nicht nur auf das Unternehmen – er kann sich darin umsehen.

Für Betriebe, deren Räumlichkeiten etwas über Qualität, Arbeitsweise oder Atmosphäre aussagen, ist ein professioneller 360 Grad Rundgang deshalb eine interessante Ergänzung der digitalen Unternehmenspräsenz.

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